WEIHNACHTEN, RAMADAN, CHANUKKA

Interkulturelle und interreligiöse Bildung im Kindesalter

"In Berlin heißt Gott Jesus, in Arabien heißt Gott Allah und in Thailand heißt Gott Buddha."
Aussage eines 5-jährigen Kindergartenkindes

Warum darf der kleine Mohamed kein Schinkenbrot und keine Gummibärchen essen? Warum wohnt Gott gleichzeitig in einer Kirche, einer Moschee und einer Synagoge?

Mit Förderung der Stiftung Ravensburger Verlag untersuchte ein Forschungsteam aus den Fachbereichen Theologie, Pädagogik und Psychologie der Universität Tübingen erstmals repräsentative Daten zur Situation in deutschen Kitas, in denen sich Kinder aus christlichen, muslimischen, jüdischen und konfessionslosen Familien treffen. Hier machen sie für ihr späteres Leben prägende Erfahrungen – die früheste Chance für eine Erziehung zu Toleranz und Integration. Zwei Kernfragen lauteten: Wie nehmen Kinder in ihrem Kita-Alltag religiöse und kulturelle Unterschiede wahr? Wie sollen Erzieher(innen) Kinder mit und ohne Migrationshintergrund interkulturell und interreligiös begleiten? Die repräsentativen wissenschaftlichen Ergebnisse liegen in fünf Publikationen vor, darunter ein Best-Practice-Band für Erzieher(innen), der bundesweit an Ausbildungsstätten verbreitet wurde.

Zur Weiterführung unterstützt die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg derzeit die Erarbeitung von Modellprojekten in konfessionsgebundenen und städtischen Kindertagesstätten.

Ergebnisse Fachtagung Stuttgart 2012

Die Stiftung Ravensburger Verlag hatte das Forschungsprojekt zur interreligiösen Bildung in deutschen Kitas der Universität Tübingen mehrere Jahre lang finanziell gefördert, begleitet und mitgetragen. Den Ergebnissen der Studie zufolge fristet das Thema Religion an vielen deutschen Kitas nur ein Schattendasein.

Fachtagung Stuttgart 2012

Viele Defizite in Sachen interreligiöser Bildung in Deutschlands Kitas diagnostiziert eine von der Stiftung Ravensburger Verlag finanzierte und begleitete religionspädagogische Studie. Aus den repräsentativen Daten entwickelte das Forschungsteam der Universität Tübingen einen Katalog von Empfehlungen für die Praxis.

Deutschlands Kitas

Ein breit angelegtes bundesweites Forschungs- und Entwicklungsprojekt ermittelte erstmals repräsentative Daten zur interreligiösen und interkulturellen Situation in deutschen Kitas. Ein Wissenschaftlerteam der Universität Tübingen befragte über 2.800 Erzieherinnen an 487 Kitas, interviewte Eltern und Kinder und entwickelte Empfehlungen für Praxis und Politik.

Interreligiöse Bildung im Kindesalter

Wie kann interreligiöse Begleitung im Kindesalter durch Erzieher/innen gestaltet werden? Diesem angesichts einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft wichtigen Aspekt der Erziehung, den sowohl die empirische Forschung als auch die Bildungs- und Sozialpolitik bislang nicht beachtet hat, widmet sich der Band "Wie viele Götter sind im Himmel?".

Forschungsprojekt interkulturelle/interreligiöse Bildung

Mit 225.000 € fördert die Stiftung Ravensburger Verlag einen bundesweiten religionspädagogischen Forschungsauftrag der Universität Tübingen . Die Wissenschaftler wollen in einer empirischen Studie interkulturelle und interreligiöse Verständigungsmöglichkeiten in deutschen Kindertagesstätten quantitativ und qualitativ untersuchen.