BUCHPREIS 2015 FÜR VEA KAISER UND IHREN FAMILIENROMAN "MAKARIONISSI ODER DIE INSEL DER SELIGEN"

Veröffentlicht am 05.10.2015
Den Buchpreis 2015 der Stiftung Ravensburger Verlag bekommt die 26-jährige Wiener Autorin Vea Kaiser. Die junge Schriftstellerin erhält die mit 12.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Familienroman "Makarionissi oder Die Insel der Seligen" (Kiepenheuer&Witsch Köln). Die Stiftungsvorsitzende Dorothee Hess-Maier übergibt den Preis am 30. November 2015 in Berlin. In den Vorjahren 2014, 2013, 2012 und 2011 waren die Schriftsteller Lena Gorelik, Doris Knecht, Sten Nadolny und Maja Haderlap mit diesem Buchpreis ausgezeichnet worden.

Begründung der Preisvergabe

"Der Roman "Makarionissi oder Die Insel der Seligen" erzählt von einer griechischen Familie im Zeitalter der großen Wanderungen unserer Gegenwart, in der das Lebensmodell Familie vor neuen, ungeahnten Herausforderungen standhält. Das Thema könnte aktueller kaum sein.
Vea Kaiser entwarf eine Geschichte über fünf Generationen voller Aufbrüche, Ankünfte, Fluchten und der ein oder anderen Rückkehr. Trotz Störungen, Beschädigungen, Verfehlungen, politischen Zwistigkeiten erweist sich das familiäre Netzwerk als haltbar.
Der Roman führt von Kleinasien in den Nordwesten Griechenlands, nach Deutschland, in einen indischen Ashram, nach Chicago, nach Österreich und endet in Griechenland. Auf diesem Weg erweist sich der Zusammenhalt der Familie als rettende Festung, aber auch als schmerzhafte Fessel. Dieses Buch verdient die Bezeichnung Familienroman im besten Sinne."

Stiftungs-Buchpreis für familienbezogenen Roman oder Erzählungen

Der zum fünften Mal verliehene Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag soll jährlich den Autor einer deutschsprachigen Publikation erzählender Prosa (Roman, Erzählung, Anthologie) auszeichnen, die maximal zwei Jahre zuvor erschienen ist. Die Preissumme von 12.000 Euro erhält entsprechend der Zielsetzung des Preises eine Schriftstellerin oder ein Schriftsteller, "der mit literarischen Stilmitteln ein zeitgenössisches Bild der Familie zeichnet". Darin heißt es weiter:
"Ausgezeichnet wird ein Buch, das auf dem geistigen Niveau der Zeit die inneren Kräfte des Lebensmodells Familie und deren Dynamik anschaulich macht, was aktuelle Problemthemen einschließt. Die Bedeutung der Familie in der Gesellschaft steht im Mittelpunkt des Interesses der fiktionalen Handlung. Das Buch vermittelt erzählerisch Konfliktlösungen oder Lebensbeispiele, die einen Beitrag zur familiären Wertebildung leisten."

Die Autorin Vea Kaiser

Vea Kaiser, geboren 1988 in Österreich, studiert in Wien Alt-Griechisch. Ihr beachteter Debütroman "Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam" erreichte Platz 1 der ORF-Bestenliste und wird derzeit ins Tschechische, Niederländische, Französische übersetzt und verfilmt. Das Buch "Makarionissi oder Die Insel der Seligen" ist ihr zweiter Roman.


Die Berater und Entscheider

Bei der Entscheidung für den Buchpreis lässt sich die Stiftung von verschiedenen Fachleuten aus Literaturkritik und Buchhandel beraten. Im Jahr 2015 waren dies Dr. Uwe Wittstock (Focus), Sandra Kegel (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Ellen Pomikalko (Buchmarkt), Dr. Ulrich Weinzierl (Freier Literaturkritiker), Margarete und Michael Riethmüller (RavensBuch) und Andrea Reidt (Freie Journalistin).
Vea Kaiser:
Makarionissi oder Die Insel der Seligen. Roman.
Kiepenheuer&Witsch 2015.
464 Seiten.
Hardcover 19,90 Euro/20,60 Euro in Österreich; ebook 17,99 Euro.